Sinkende Produktivität durch das Internet

sinkende Produktivität im InternetDas Medium Internet bietet für viele Unternehmen einzigartige Wachstumschancen. Zugleich steigt aber auch die Zahl der Betriebe an, die das Medium als Bedrohung für die Produktivität der Mitarbeiter sehen. Menschen haben schon immer Zeit für nicht produktive Aktivitäten eingesetzt und werden es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zukünftig tun. Für viele Menschen dienen solche Aktivitäten auch zum Erhalt der mentalen Gesundheit, gerade wenn die beruflichen Tätigkeiten mit Stress und Monotonie verbunden sind. Die durch das Internet veränderte Arbeitswelt scheint laut verschiedener Studien nun aber immer mehr Menschen zu „unproduktiven Tätigkeiten“ zu verleiten, die nicht im Interesse der Arbeitgeber sind. Laut einer englischen Studie nehmen britischen Arbeitgeber an, dass ca. 1 Stunde der täglichen Arbeitszeit für private Interessen genutzt werden. Fragt man die Arbeitnehmerseite hingegen, wird deutlich, dass mehr als 2 Stunden täglich auf private Aktivitäten im Internet entfallen. Der wirtschaftliche Schaden ist demnach enorm.

Das wachsende Angebot an Internetseiten, dass mittlerweile schon die Grenze von 8 Milliarden Webseiten überschritten hat, scheint immer mehr Menschen von den täglichen Arbeitsaufgaben abzulenken. Zudem haben Arbeitgeber nur wenig Kontrolle über die Aktivitäten im World Wide Web und können diese, im Gegensatz zu „Privatgesprächen an der Kaffeemaschine, nur schwer unterbinden. Das Blockieren von Webseiten mithilfe von Webmonitoring-Programmen ist häufig der einzige Weg. Leider ist diese Maßnahme häufig nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn es lassen sich nicht alle Seite sperren, die von Mitarbeitern für private Zwecke genutzt werden können. Zudem verfügen immer mehr Menschen über sogenannte Smartphones, die einen mobilen Internetzugang ermöglichen. Arbeitgeber können den Zugriff auf diese Geräte nicht kontrollieren.

Der wirtschaftliche Schaden für die Unternehmen lässt sich nicht einfach berechnen, denn neben den bezahlten, aber unproduktiven Arbeitsstunden können noch weitere Kosten entstehen, die in ihrem Ausmaß nur schwer abzuschätzen sind. Administrative und organisatorische Funktionen können in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn Mitarbeiter ihre Aufgaben mit zeitlicher Verzögerung wahrnehmen. Kollegen sind als direkte Folge ebenfalls in ihrer Produktivität betroffen und nicht selten wird so ein Kreislauf in Gang gesetzt. Des Weiteren können durch Malware, die vor allem auf Erotikseiten oder Gambling-Seiten zu finden sind, zusätzliche Produktivitätseinbußen entstehen. Verstöße gegen das Urheberrecht lassen sich hier ebenfalls als ein weiteres Problem anführen, denn nicht selten nutzen Mitarbeiter die Firmenrechner zum Downloaden illegaler Inhalte.

sinkende produktivität

Quelle: salary.com/AOL und der International Data Corporation Studie




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